18.09.2026 19:00 Uhr

Am gestrigen Freitagabend fand eine Gemeinschaftsübung aller sechs Feuerwehren der Stadt Freyung statt. Die Übung wurde im Rahmen der bayernweiten Aktionswoche der Feuerwehren durchgeführt. Daher erfolgte um 19:00 Uhr wie bei einem realen Einsatz die Alarmierung auch über die Sirenen.

Als Übungsobjekt diente die Caritasschule St. Elisabeth in der Ludwig-Penzkofer Straße. Angenommen wurde eine Gasexplosion bei Hausmeisterarbeiten in einer Garage. Durch die Explosion gerieten sowohl die Garage als auch der angrenzende Wald in Brand. Zwei Hausmeister wurden in der Garage vermisst. Zudem war zunächst unklar, wie viele Schüler und Lehrkräfte sich noch in dem weitläufigen Schulgebäude befanden.

Ein Großaufgebot an Feuerwehrkräften und Fahrzeugen des Rettungsdienstes machte sich daraufhin auf den Weg zum Übungsobjekt. Um den umfangreichen Einsatz strukturiert abarbeiten zu können, wurde die Einsatzstelle durch den Einsatzleiter in insgesamt fünf Einsatzabschnitte gegliedert.

Unmittelbar nach dem Eintreffen begannen mehrere Atemschutztrupps mit der Personensuche und Brandbekämpfung in der Garage. Parallel dazu wurde das Schulgebäude erkundet. Durch den Mitteiler konnte schließlich festgestellt werden, dass sich neben den beiden vermissten Hausmeistern weitere 23 Personen im Schulgebäude befinden mussten.

Auch die angenommene Waldbrandlage wurde parallel bekämpft. Mit mehreren Strahlrohren konnte der Brand erfolgreich unter Kontrolle gebracht und gelöscht werden. Über die Drehleiter wurde zudem ein angenommener Entstehungsbrand im Bereich des Daches bekämpft.

In mehreren Lagebesprechungen wurde das weitere Vorgehen abgestimmt. Im Ernstfall wären aufgrund des hohen Bedarfs an Atemschutzgeräteträgern entsprechende Nachalarmierungen weiterer Feuerwehren erforderlich gewesen.

Nach und nach konnten die vermissten Personen aufgefunden und zur weiteren Versorgung an den Rettungsdienst übergeben werden. Auch Kreisbrandmeister Markus Lösslein war als Vertreter der Kreisbrandinspektion vor Ort und überzeugte sich vom Verlauf der Übung.

Nach rund zwei Stunden konnte die Übung beendet werden. Dabei zeigte sich einmal mehr, wie wichtig eine gute Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Rettungsdienst sowie eine strukturierte Erfassung und Übergabe der geretteten Personen ist. Gerade bei größeren Einsatzlagen sind solche Abläufe entscheidend und können durch regelmäßige gemeinsame Übungen gefestigt werden.

Ein besonderer Dank gilt der großen Anzahl an Einsatzkräften des BRK und des Rettungsdienstes Stadler, die sich die Zeit für die Gemeinschaftsübung genommen und damit einen wichtigen Beitrag zu einem möglichst realitätsnahen Übungsszenario geleistet haben.

Ebenfalls bedanken wir uns ganz herzlich bei den zahlreichen Mitgliedern unserer Kinder- und Jugendfeuerwehr sowie deren Eltern, die sich als Verletztendarsteller zur Verfügung gestellt haben. Mit viel Engagement und schauspielerischem Talent sorgten sie dafür, dass die Übung deutlich realistischer gestaltet werden konnte.

Im Anschluss ging es für die beteiligten Feuerwehrkräfte zurück ins Gerätehaus Freyung. Nach einer kurzen Abschlussbesprechung bestand bei einer von der Stadt Freyung gesponserten Brotzeit noch Gelegenheit, die Übung gemeinsam Revue passieren zu lassen.

Zu guter letzt gilt den Verantwortlichen der Caritasschule sowie dem Hausmeister ein großer Dank, die uns das Gebäude für diese Übung zur Verfügung gestellt und sich für die Vorbereitungen sowie die Durchführung Zeit genommen haben.

Im Einsatz waren:

Florian Freyung 10/1, 11/1, 21/1, 30/1 und 40/1

Florian Ahornöd 44/1

Florian Köppenreut/Falkenbach 44/1

Florian Kreuzberg 14/1 und 43/1

Florian Neureut/Aigenstadl 46/1

Florian Winkelbrunn 14/1 und 43/1

KBM Lösslein

6 RTW des BRK sowie Rettungsdienst Stadler

Einsatzleiter Rettungsdienst