20.06.2026
Ein ganz besonderes Jubiläum gab am vergangenen Samstag Grund zum Feiern: Die Jugendfeuerwehr Freyung blickt auf 50 Jahre erfolgreiche Nachwuchsarbeit zurück. Bei bestem Wetter wurde das Jubiläum mit einem abwechslungsreichen Orientierungsmarsch durch das Stadtgebiet Freyung und einem anschließenden Familien- und Sommerfest gebührend gefeiert.
Beim Orientierungsmarsch stellten sich die Jugendlichen der umliegenden Feuerwehren verschiedenen Aufgaben, bei denen Feuerwehrwissen, Geschicklichkeit, sportliches Können und vor allem Teamgeist gefragt waren. So mussten unter anderem Ausrüstungsgegenstände blind ertastet, beim „heißen Draht“ eine ruhige Hand bewiesen und beim gewichtsgenauen Abschneiden von Baumscheiben Präzision gezeigt werden. Auch sportliche Herausforderungen wie Stockschießen, Kegeln und Bootfahren standen auf dem Programm.
Nach mehreren Stunden voller Einsatz und Spannung konnte sich schließlich die Gruppe der Feuerwehr Mitterfirmiansreut knapp gegen die Kameradinnen und Kameraden aus Kreuzberg und Freyung durchsetzen. Alle teilnehmenden Gruppen durften sich über attraktive Sachpreise freuen. Während sich die Zweit- und Drittplatzierten über Wertgutscheine und Handtücher freuen konnten, erhielten die Sieger spezielle Jugendfeuerwehr-Rettungsmesser.
Zum Jubiläumsfest durfte 1. Kommandant Michael Grünzinger neben zahlreichen eigenen Kameradinnen und Kameraden auch viele Ehrengäste begrüßen. Unter ihnen waren der Schirmherr der Veranstaltung und 2. Bürgermeister der Stadt Freyung, Christoph Endl, Fahnenmutter Margit Heydn-Nesner, Kreisbrandrat Martin Bauer, Kreisbrandmeister Markus Lösslein, Kreisjugendwart Raphael Nigl sowie Herbert Heidinger als Vertreter des Kreisfeuerwehrverbandes Freyung-Grafenau.
In seiner Ansprache erinnerte Grünzinger an die Anfänge der Jugendfeuerwehr Freyung vor 50 Jahren. Engagierte Feuerwehrmänner hätten damals die Weitsicht bewiesen, die Bedeutung einer starken Jugendgruppe zu erkennen und junge Menschen frühzeitig für den Dienst am Nächsten zu begeistern. „Die Entscheidung vor 50 Jahren war ein wichtiger Grundstein für die Zukunft unserer Feuerwehr“, betonte Grünzinger.
Besonderer Dank galt allen Ausbildern und Betreuern, die sich über fünf Jahrzehnte hinweg für die Nachwuchsarbeit eingesetzt haben. Namentlich genannt wurden die ehemaligen Jugendwarte Günther Weber (1976–1980), Franz Bauernfeind (1980–1983), Otto Christoph (1983–2013), Markus Lösslein (2013–2019) und Florian Irlesberger (2019–2025) sowie die aktuellen Jugendwarte Franziska und Thomas Blöchl.
Für ihren besonderen Einsatz und die Organisation der Jubiläumsveranstaltungen erhielten Franziska und Thomas Blöchl ein kleines Dankeschön sowie einen Blumenstrauß. Alle bisherigen Jugendwarte durften sich zudem über ein Erinnerungsgeschenk freuen.
Auch 2. Bürgermeister Endl, Kreisbrandrat Martin Bauer und Kreisjugendwart Raphael Nigl hoben in ihren Grußworten die Bedeutung des Ehrenamts und der Jugendarbeit hervor. Alle zeigten sich beeindruckt von der großen Zahl motivierter Nachwuchskräfte. Um die Zukunft der Feuerwehr Freyung müsse man sich derzeit keine Sorgen machen. Als Geschenk der Stadt Freyung werden alle Jugendlichen sowie Jugendwarte ins Naturbad eingeladen und mit Pommes und Getränken versorgt. Neben den Jugendlichen der Jugendfeuerwehr zeigten auch die 17 Kinder der Kinderfeuerwehr ihr Können beim Orientierungsmarsch. Besonders beim Bootfahren konnten die jüngsten Feuerwehrmitglieder die Bestzeit erreichen.
Als besondere Anerkennung für die hervorragende Jugendarbeit überreichte Kreisbrandrat Martin Bauer stellvertretend für die Jugendfeuerwehr Freyung die Ehrenurkunde des Bezirksjugendfeuerwehrverbandes Niederbayern an den 1. Kommandanten Michael Grünzinger.
Nach dem offiziellen Teil ging das Jubiläumsfest in das traditionelle Familien- und Sommerfest über. Bei sommerlichen Temperaturen standen vor allem Abkühlung mit Wasser und Eis sowie das gemütliche Beisammensein im Mittelpunkt.
Die Jugendfeuerwehr Freyung blickt damit auf fünf erfolgreiche Jahrzehnte zurück – und mit engagierten Jugendlichen, motivierten Betreuern und einer starken Gemeinschaft zugleich zuversichtlich in die Zukunft.